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Artenschutz

Delphinarien bringen die Tiere in die Nähe des Menschen.
Leider zu einem hohen Preis, dem Verlust der Freiheit Sie werden zu Clowns oder Therapeuten in engen Bassins der Ausnutzung ihrer natürlichen Sinne beraubt.


Zu diesem Thema einen Artikel aus der Ostseezeitung Rostock vom 22.12.2001 verfasst von

Ulrich Karlowski

Weg in die Freiheit kann für Delphine den Tod Bedeuten
Nur wenigen Tieren wird so viel Zuneigung zuteil wie Delphinen. In der Antike galten sie als heilig, heute werden sie als Wunderheiler für wissenschaftlich fragwürdige Therapien eingesetzt oder als mystischer"Geist in den Wassern" verehrt. Doch meist ist die Begegnung zwischen Mensch und Zahnwahl für letzteren wenig erfreulich. Auf hoher See lauern Fischernetze oder Delphinjäger. Weltweit wurden für Delphinarien, Vergnügungsparks oder zu militärischen Zwecken mindestens 3000 Große Tümmler gefangen. Nur die Wenigsten von ihnen sind noch am Leben. Allein in Deutschland hauchten bereits über 120 "Flipper" ein vergleichsweise kurzes Leben in Delphinarien aus. Um dies den Überlebenden zu ersparen, fordern Tierschützer vehement die Freiheit für gefangene Delphine. Dem steht allerdings der Ausgang fast sämtlicher Auswilderungen entgegen.

"Es gibt nur ganz wenige Erkenntnisse über vielleicht drei bis fünf Tiere, die das tatsächlich überlebt haben, aber auch das ist nicht sicher", bezweifelt Rainhard Frese, Direktor des Duisburger Zoos. "Fast sämtliche Projekte wurden unprofessionell und ohne wissenschaftliche Kontrolle durchgeführt". Eine der wenigen Ausnahmen ist die unter der Leitung von Professor DietmarTodt von der Freien Universität-Berlin durchgeführte Auswilderung des Schwarz-Meer-Tümmlers "Dicky". Vom Israelischen Delphinarium Eliat aus wurde er nach Russland transportiert, gründlich auf die freie Wildbahn vorbereitet und gemeinsam mit einem kurzfristig eingefangen wilden Delphinweibchen freigelassen. Er integrierte sich sofort. "Im folgenden Sommer kehrte er in Begleitung des Weibchens und anderen Delphinen von der Wanderung aus dem Süden an die russische Küste zurück". erklärt Dietmar Todt.

Spitzenreiter beim "Ex-und-Hopp"-Auswildern ist der Amerikaner Rick O`Barry, ehemaliger Trainer der "Flipper"-Fernsehdelphine. Er konvertierte 1970 zum Delphin-Befreier und will bereits gut ein Dutzend Tiere erfolgreich ausgesetzt haben. Doch die von ihm in die Freiheit Entlassenen entschwanden spurlos in die Weiten der Meere. Bis auf "Buck" und "Luther", die er 1996 illegal bei Key West auswilderte und die nach einer dramatischen Rettungsaktion wieder eingefangen werden konnten. Die beiden Delphine waren fast verhungert. Den bis heute in Sachen Auswilderung aktiven Delphinbefreier verdonnerte man wegen sechsfachen Verstoßes gegen US-Meeressäuger-Schutzgesetze zur Höchststrafe von 60 000 Dollar. Kein Trost für "Buck", der kurz nach dem Urteil an den Spätfolgen des Freiseins in den Armen seiner Betreuerin verstarb.

Der bekannteste Fall und bisher teuerste Freiheitskandidat ist der Orca "Keiko", Star des Kinohits "Free Willy". Über zehn Millionen Dollar Spendengelder wurden bisher für seine Freilassung aufgewandt. Doch der mittlerweile in Island in einem speziell konstruierten Unterwassergehege lebenden 4,5 Tonnen schwere Delphin weigert sich beharlich, Abschied von den Menschen zu nehmen. "Es ist ethisch fragwürdig, Millionen für einzelne Tiere aufzuwenden, während andererseits nicht genügend Mittel vorhanden sind, wild lebende Delphine vor dem Aussterben zu retten", sagt Professor Hrodivje Gomercic, Delphinforscher von der Universität Zagreb. Auch Artenschützer betrachten das Spenderherzen weit öffnende Geschäft mit der "Flipper" -Freiheit mit gemischten Gefühlen: "Auswilderungen sollten nur unter wissenschaftlicher Leitung stattfinden", so die Gesellschaft zur Rettung der Delphine aus München.

Denn wie in "Free Willy" einfach so über eine Hafenmauer zu springen, das funktioniert selbst in Hollywood nur mit Hilfe raffinierter Computertechnik.



Damit wir gar nicht erst einen Delphin wieder an die Freiheit gewöhnen müssen, lassen wir sie doch gleich dort wo sie hingehören, in der Freiheit, in den Weiten der Weltmeere.
O.Fahlpahl

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Bilder von Delphinen
Hier gibt es Bilder von verschieden Delphinen.
Die Bilder stammen aus den unterschiedlichsten Quellen.
Viele Bilder habe ich im Web gesammelt oder von Freunden per Mail erhalten. Einige Bilder habe ich selber aufgenommen oder sie sind von Tauchpartnern aus dem TSC -Warnemünde.de aufgenommen worden
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Letzte Aktualisierung Tuesday, March 18, 2008